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--Eine Geschichte, die kein Ende nehmen will.
Hauptpersonen: Bill, Birnchen
-by Jesus und Birnchen.

Vorspann

"Was heisst das?" Bill sah sie fassungslos an. Sein Blick brach Birnchen das Herz, doch sie schluckte die Tränen tapfer runter und wiederholte: "Ich habe mit Tom geschlafen." Sie sah ihn an, doch es kam keine Reaktion mehr. Verunsichtert hockte sie vor ihm auf dem Boden. "Ich.. das war wirklich nur Sex.. ich.. du bist..", Birnchen versuchte verzweifelt einen richtigen Satz rauszubekommen, doch seine Augen liessen sie nicht richtig denken. Er war gefasst, noch, aber sie kannte ihn gut genug um zu wissen, dass er gleich Gefühle zeigen wird. Sie wollte gerade Luft hohlen, um nocheinmal einen Versuch zu starten, als sie seine Lippen auf ihren spürte. Überrascht liess sie sich von ihm küssen, bis wieder Leben in ihre Finger kamen. Sie hob die Hand und strich ihm Sanft über die Wange, in dem Moment zuckte er zusammen und wich zurück. "Raus, wenn ich wieder dabin, bist du weg!" Ohne ein weiteres Wort stand er auf und rannte raus. Birnchen blieb wie erstarrt sitzen, ihr wurde nur langsam bewusst, was da kaputt gegangen war. Sie hatte alles für ihn aufgegeben, er war ihr grösster Lebensinhalt. Sie erhob sich und ging mit langsamen Schritten aus dem Zimmer, die Treppe hinunter, durch die Lobby, raus. Es regnete, die Tropfen prasselten auf die nasse Strasse. Sie war noch nicht weit gekommen, da war sie schon durch und durch nass. Sie hatte keine Ahung wo sie war, eine fremde Stadt, fremde Leute. Das kanns doch nicht gewesen sein. Ohne, dass sie es wirklich merkte, stieg sie über das Geländer, schaute einem Tropfen nach, der unten in den Fluss fiel. Oder doch? Sie sprang dem Tropfen hinterher.

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Insane [Teil 1]

Piep. Piep. Die Maschinen liefen, versuchten dich am Leben zu halten, dem Leben das du aufgeben wolltest. Innerlich fühlte ich mich tot. Ich war schon längst nicht mehr in deinem Zimmer. Du warst tot. Und ich war Schuld. Ich habe dir weh getan, ich habe dich weggeschickt. Du bist wegen mir gesprungen, weil es dir so Leid tat. Verdammt. Wie konntest du nur? Wie konntest du nur mit ihm? Mit meinem geliebten Bruder? Tom… wie konnte er nur? Tom kam ins Wartezimmer, er sah mich unsicher an, bevor er leise die Stimmer erhob. "Bill?" Ich antwortete gar nicht erst. In mir war alles tot. Alles still. Ich spürte nicht mal mehr meinen eigenen Herzschlag. Tom scharte mit dem Fuß am Boden, ich sah ihn trotzdem nicht an. "Es tut mir Leid." Ich sagte immer noch nichts, blieb so still wie die Stille in mir. Was gab es denn zu sagen? Tom machte ein paar Schritte auf mich zu. "Bill? Alles okay?!" Ich blieb immer noch still. Ich wollte nicht reden, auch nicht mit ihm. Ich legte mir die Hände auf die Ohren und starrte weiter in die Leere. Und dann ging Tom. Und ich fing an zu weinen.

Ich weinte und weinte, man versuchte mit mir zu sprechen, aber ich antwortete nicht, ich fragte nichts. Du warst tot. Und ich mit dir. Ich hörte deine Stimme, sie rief immer wieder meinen Namen, immer wieder. Immer wieder sprangst du von der Brücke, immer wieder. Die Bilder kamen immer wieder, deine Stimme auch. Ich muss absolut schrecklich ausgesehen haben. Denn jeder der an mir vorbei lief warf mir einen besorgten Blick zu. Aber das bekam ich irgendwann gar nicht mehr mit. Ich war in meiner eigenen Welt. Und sie quälte mich, zeigte dich immer wieder. Dich, überall nur du… Du und manchmal ich. Bill hörst du mich? Die Stimme hallt von ganz fern zu mir herüber, ich überhöre sie fast unter den ganzen anderen Stimmen. Ich drückte meine Lippen kurz aufeinander, versuchte den Schmerz runter zu schlucken. "Es tut mir so Leid." Ich nahm es gar nicht wahr. Ich nahm nicht wahr dass ich diese Worte sprach. Die Welt um mich herum verschwand immer mehr. Die Schatten um mich herum wurden immer größer. Ich weiß nicht ob ich sprach und ich weiß auch nicht ob mit mir gesprochen wurde. Anscheinend schon, wenn ich versuche mich zu erinnern, ist alles nur schwarz, kalt und still. Doch da war eine Stimme, sie zerrte an meinem Trommelfell, hörte nicht auf zu sprechen und ich kannte die Stimme. Sie war überall. Meine Gedanken spielten mir einen Streich und ich konnte nichts unternehmen. Ich sah in die Richtung aus der die Stimme kam, die lauteste Stimme. Ich zuckte zusammen. Da saß sie… Aber sie war genau so wenig real wie ihre Stimme, ich hatte das Gefühl das ich durch sie hindurch sehen konnte. Ich erklärte mich eindeutig für verrückt. "Hilfe, ich sehe Gespenster." Wieder sprach ich, nahm es aber erst im Nachhinein war. Ich hatte die volle Panik, als wäre ich auf einem Trip hängen geblieben. Ich wimmerte. Bat um Hilfe die ich nicht bekam. Die mir keiner geben konnte, nicht zu dieser Zeit. Die Stimme wurde lauter und die Fatamorgana begann zu weinen. Ganz fürchterlich, flehte mich an, sagte mir, dass sie mich liebte und mit jedem Wort zerriss etwas in mir. Sie war tot. Tot, tot für immer und ich würde sie nie wieder sehen. Bill ich liebe dich. Die Worte hallten immer wieder in meinem Kopf, ich presste die Hände auf die Ohren. Ich wollte Ruhe. Sie sollten die Klappe halten. "Hört auf, bitte, es tut mir doch Leid." Mein ganzer Körper begann unkontrolliert zu zittern vor Schmerz. Und Angst. Angst davor sie nie wieder zu sehen. Die Stimme begann lauter zu schreien. Wach auf! Aber ich konnte nicht, das hier war kein Traum, nur sie war der Traum. Und sie blieb. Ich presste meine Hände fester auf meine Ohren, so, dass es fast schmerzte und begann krampfhaft zu heulen. Ich hatte dich umgebracht, ja, das dachte ich damals wirklich. Ich bat dich still zu sein, immer wieder. "Hört doch auf!" Immer wieder wiederholte ich die Worte. Und irgendwann hörte ich ein letztes Mal meinen Namen, du riefst nach mir, aber ich ignorierte es, es ging leichter. Und dann war Ruhe. Kurz. Dann kam ein Mann, ich wusste dass er mir helfen konnte, oder ich hoffte es. Seine Stimme war so leise, so schrecklich leise. Ich sah ihn an, ich wollte nichts wissen. Nichts, nur… "Helfen sie mir?" Der Psychiater sah mich prüfend an. Dann fragte er in einer sanften, übertrieben vorsichtigen Stimme: "Wie denn? Wollen sie es mir erzählen?" Ich wollte zu dieser Zeit eigentlich gar nichts erzählen, aber ich tat es, weil ich Hilfe wollte. Und deswegen meinte ich, leise, mit dünner Stimme: "Ich hab den liebsten Welt der Mensch getötet. Ich bin der Teufel."

Der Psychiater sah mich verwirrt an, dann fragte er wieder mit dieser melancholischen Stimme: "Wen denn? Und warum glauben sie sie hätten jemanden umgebracht?!" Ich senkte den Kopf, dieser Typ wusste also absolut gar nichts! Ich atmete tief durch."Sie kennen sie nicht. Ich nenne sie Birnchen." Ein Lächeln huschte mir über die Lippen, es erfror im nächsten Moment."Ich habe sie unglaublich lieb. Und ich habe sie verletzt. Und so umgebracht." Kurz hörte ich dich wieder aufschreien. Ich presste kurz die Augen zusammen um dich zu vertreiben. Der Mann mir gegenüber nickt langsam. "Aber, Herr Kaulitz, sie war vorhin bei ihnen, sie lebt." Ich sah ihn böse an, war der jetzt etwa auch eine Illusion, wollte er mich anlügen um mich glücklich zu machen. Sie war tot. Von einer Brücke gesprungen. Sie war nicht hier, ich habe sie nur gesehen und ihre Stimme gehört. Ich schluckte und versuchte wieder normal zu atmen. "Sie hat meinen Namen gerufen und sie hört nicht damit auf. Sie ruft immer und immer weiter! Sie ist tot und ich hab sie umgebracht." Der Mann mit der Brille schüttelt energisch den Kopf. "Aber nein Herr Kaulitz, sie lebt. Sie war eben hier. Sie war wirklich da." Er sieht mich kurz durchdringend an." Sie hat sie berührt und mit ihnen gesprochen und… sie ist freiwillig gesprungen." Die Wut kochte in mir über. Ich hasste ihn dafür dass er in meinen Wundern herum stocherte. Ich wollte ihm weh tun, ich wollte dass er still war, nicht immer nur das Gleiche sagte. "Versuchen sie nicht mir weiß zu machen das ich verrückt bin ja? Freiwillig gesprungen?! Sie kennen sie ja gar nicht…" Ich schrie, versuchte all meine Wut rauszuschreien, aber es ging nicht. Der Psychiater zuckte erschrocken zusammen, er wusste nicht was er sagen sollte, deswegen war es lange still. Amateur. "Soll ich ihren Bruder dazu holen?" Ich blieb still. Tom… Wegen dem das hier alles eigentlich war, den ich hassen sollte… Aber er war nun mal der Einzige der mir helfen konnte. Ich nickte langsam, schwieg aber. Der Mann verzog sich schnell und kam mit Tom wieder, Tom war wahnsinnig unsicher. Der Psychiater verpisste sich dann auch gleich, hatte auch nichts anderes erwartet. Meine Gedanken schwirrten durcheinander. "Ich hab sie umgebracht", flüsterte ich leise. Tom sah sich verwirrt um. "Echt? Ich hab sie aber eben gesehen!" Ich wurde wieder wütend. Wollten sie mir einreden dass sie noch lebte. Dabei hatte ich doch gesehen wie sie gefallen war. "Sie ist tot. Ihr lügt, ihr lügt alle!" Ich war so wütend, so unglaublich wütend und traurig. Tom schaute noch verwirrter drein. "Ich weiß nicht, vielleicht hab ich auch Illusionen, aber ich hab sie vorhin gesehen!"

Ich hielt mir die Ohren zu, ich wollte das nicht mehr hören, sie sollten still sein. "Bitte sei still. Ich hab sie auch gesehen. In meinen Träumen." Tom zuckte leicht mit den Schultern. "Vielleicht sind wir beide verrückt, aber, ey, du hast sie nicht umgebracht!" Und dann wurde mir langsam etwas klar. Was wenn sie hier die Wahrheit sagen, was wenn sie ihn gar nicht anlogen, was wenn er nur die ganze Zeit sich selbst belog. "Tom, lebt sie wirklich?" Ich schluchzte, weil ich es immer noch nicht glauben konnte und da nahm Tom mich in den Arm. Er meinte, er glaube schon das du nach am Leben seiest. Und ich meinte, dass du mich bestimmt hassen würdest.

Und dann meinte ich noch dass die Fans dich hassen würden. Und im gleichen Moment riefst du wieder nach mir. "Tom die Stimmen. Tom sah mich an. "Sag den Fans nichts. Stimmen? Ich hör nichts!" Ich schluchzte. "Sie rufen mich." Tom tat so als würde er genauer hin hören. "Oh… ja, ich höre sie auch." Später erzählte er mir er wollte nicht das ich denke ich sei verrückt. Ich kam wieder zu den Fans. "Wir können uns nie zeigen, können nie raus. Das ist total stressig!" Tom grinste: "Ihr könnt in den Urlaub und da wie Penner rumlaufen und bei öffentlichen Veranstaltungen die Toilette aufsuchen." Ich musste grinsen. Das war typisch Tom. Dass ich grinste freute Tom sehr. Es klopfte an die Tür und du kamst rein. Ich sah Tom an, er meinte sofort er würde dich auch sehen. Tom schaltete ziemlich schnell und entfernte sich aus dem Raum mit der Ausrede er müsse aufs Klo. Wir sahen uns an und wussten nicht, was wir sagen sollten. Ich fragte dich was du wollest und du meintest zu mir. Und ich fragte warum und du meintest, weil du etwas sagen wolltest. Ich wollte wissen was. Dann sagtest du mir wieder dass du mich mit Tom betrogen hattest. Sofort wurde in mir alles ganz kalt. "Das weiß ich bereits, ist das alles?" Du hast mich angeschaut und geweint. "Nein." Deine Tränen konnten mir in diesem Moment nichts anhaben, da war nur Wut und grenzenlose Enttäuschung. "Was denn noch?" Du sahst mich an und schwiegst eine Weile, dann sagtest du leise, aber so das ich es hören konnte: "Ich liebe dich." Und das machte mich glücklich. Unglaublich glücklich. "Du liebst mich?" Meine Stimme muss noch ziemlich kalt geklungen haben denn du drehtest dich weg, mit einem Nicken. Ich zog dich zurück. "Ich liebe dich auch." Ich legte meine Lippen auf deine und es war wie eine Befreiung. Die Erlösung von allen Qualen und den schwersten Ketten auf der Welt. "Ich hab dich vermisst!", flüsterte ich. Und dann merkte ich dass du weinst. "Warum weinst du?" Du sahst mich an. "Weil ich so glücklich bin." Ein dreckiges Grinsen zog sich über meine Lippen. "Gibt es irgendwas womit ich dich noch glücklicher machen könnte?"

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Schwanger? [Teil 2]

Ich schaute ihn erst erstaunt, dann interessiert an. "Du ungezogener Junge!" Bill lächelte und strich mir mit der Hand über den Bauch. "Naja, ich brauch das nicht.. ich dachte nur, ich könnte dir damit einen Gefallen machen.." Mit jedem Wort rutschte seine Hand ein Stück weiter runter. Er legte seine Lippen wieder auf meine und schob mich langsam in den Nebenraum. Noch versuchte mein Verstand sich durchzu setzen, ich lies von ihm ab. "Wir können doch nicht einfach hier mal so zack zack.." Sofort liess er die Finger von mir und setzte seinen beleidigten Blick auf. "Gut, dann halt nicht. Wenn du nicht willst!" Die Lust besiegte den übrig geblieben Teil meiner Vernunft und ich zog ihn zu mir. "Du weisst, dass nicht nein zu dir sagen kann!" Wir küssten uns wieder, langsam zog er mich aus und drückte mich an die Wand. "Ja, ich weiss es."

Nach einer Woche wurde ich glücklicherweise schon entlassen. Als wir endlich am Ausgang standen, waren vor dem Gebäude hunderte von Leuten, die mitbekommen hatten, dass Bill hier drinn ist. Der Bodyguard meinte, Bill geht erst raus und geht dann sofort ins Auto, ich solle noch ein paar Minuten warten und dann rausgehen, schliesslich kannten mich die Leute ja nicht.
Als ich endlich draussen war, drängelte ich mich durch die Menge, die immernoch ziemlich gross war und stellte mich dann bei der nächsten Ecke hin und wartete, bis der Van kam und anhielt. Kaum waren die Türen geöffnet wurde ich auch schon reingezogen.
Die Türe war noch nicht ganz zu, da blitzte es verdächtig. Bill knallte wütend die Türe zu. "Scheisse! Wenn ihr jetzt was passiert, bring ich wen um!" Ich wusste, dass es Bill wichtig war, dass keine Fotos von mir an die Öffentlichkeit gelangten, aber ich wusste nicht, dass es ihm so wichtig war. Er fauchte David wütend an, der vorne auf dem Beifahrersitz sass.
Ich versuchte, ihn zu beruhigen, indem ich seinen Bauch kraulte. "Ist doch nicht so schlimm..", sagte ich sanft. Die Reaktion war alles andere als Sanft, Bill schuckte mich weg. "Lass mich!", fauchte er und holte seinen i-Pod raus. "Sag mal, hast du mich gerade geschuckt?" Bill schwieg und nach einer Weile drehte ich ihm den Rücken zu und schlief ein.
Als ich wieder aufwachte, waren wir in meiner Stadt und es war Zeit, Abschied zu nehmen. Bill entschuldigte sich noch für seine Zickereien, gab mir einen Kuss und stieg dann wieder ein.

3 Wochen später sass ich wieder in dem Van, neben Bill. Die Stimmung war angespannt, er war schlecht gelaunt. Nach einer halben Stunde stiller Fahrt fragte ich: "Hat jemand Schockolade? Ich hab hunger!" "Ich nicht!", keifte Bill und schaute aus dem Fenster. David, der wieder auf dem Beifahrersitz sass nickte, kramte in seiner Tasche und zog eine Tafel Schockolade hervor. Ich nahm die Schockolade und schaute böse zu Bill. "Danke, David, schön dass du dich um mich kümmerst!" Bill zeigte keinerlei Reaktion. Ich war in letzter Zeit sowieso sehr empfindlich, wahrscheinlich lag es daran, dass ich plötzlich anfing zu weinen. Bill drehte sich blitzartig zu mir um. "Hey.. was ist denn?" Ich schniefte. "Ich will nicht dass die ganze Fahrt so wird!" Bill sah mich verwundert an, dann veränderte sich sein Gesichtsausdruck und er schnauzte: "Ich wollte nur mal meine Ruhe haben!" Sofort hörte ich auf zu weinen. "Ja, tut mir wirklich leid, dass ich dich beim Ruhe haben gestört hab!", keifte ich und wendete mich ab. "Ey, bist du schwanger oder wieso führst du dich so auf?" Ich schwieg und sah weiter aus dem Fenster. Als wir durch eine ziemlich kurvige Strasse fuhren, beschloss ich, zu schlafen, weil mir schlecht wurde.
Ich wachte auf, weil der Van hielt. Ich schaute aus dem Fenster, wir waren auf einer Raststätte. "Ich geh mal aufs Klo..", murmelte ich und stieg aus dem Van. Mit schnellen Schritten ging ich zum Klo, die Übelkeit war nicht weg, ganz im Gegenteil. Im Klo angekommen öffnete ich schnell den Deckel und übergab mich.
Ich hatte nicht gemerkt, dass Bill mir gefolgt war. Scheinbar völlig hemmungslos kam er in die Damen Toilette. "Schatz? Gehts dir gut?" Ich wischte mir den Mund mit Klopapier ab. Ich machte die Türe auf, Bill sah mich erschrocken an. "Hast du gekotzt?" Ich antwortete nicht und ging zum Waschbecken, wusch mir das Gesicht und die Hände. Ich drehte mich um und sah Bill erstmal schweigend an. "Bill, ich bin schwanger!", durchbrach ich schliesslich die Stille. Er schaute mich erst nur an, scheinbar musste er erst verstehen was ich da gesagt habe. "was?", fragte er leise, sein Gesicht war ausdruckslos. Er sagte einige Zeit nichts. "WAS?", wiederholte er schliesslich, diesmal alles andere als leise. Ich zuckte zusammen. Ich traute mich nicht etwas zu sagen. "Verdammte scheisse! Ich bin 16! Und du.. du bist gerade mal 14 Jahre alt!" Ich schwieg, was sollte ich auch sagen? Während Bill weiter vor sich herfluchte ging ich wieder zurück in den Van, Bill kam einige Zeit später und setzte sich schweigend neben mir. Er schwieg die ganze Fahrt, er sagte auch nichts, als David sagte, dass es zu stark regnete um weiterzu fahren und dass wir im nächsten Hotel bleiben.
Im Hotel nahm er wortlos unseren Zimmerschlüssel, ging wortlos die Treppe rauf und machte wortlos die Türe vor mir zu.
Ich machte leicht angenervt die Türe auf und tratt ins Zimmer. Bill sass auf dem Bett, mit dem Rücken zu mir. "Bill, sag bitte was." Er schwieg weiter, ich hörte nur seinen Atem. Im Versuch, ihn vielleicht ein bisschen zu beruhigen sagte ich: "Man kann ja auch abtreiben!" Scheinbar genau das falsche. Er stand auf und schaute mich an. "Du willst es umbringen?" Ich machte den Mund auf, was sollte ich darauf denn erwiedern? "Du willst ein unschuldiges Baby umrbingen, nur weil du vergessen hast die Pille zu nehmen?" Das sass. Ich spürte wie mir die Tränen in die Augen schossen, Bill setzte sich wieder aufs Bett. Es klopfte an der Türe. "Euer Gepäck!" Ich machte die Türe auf, lächelte Saki dankbar an und nahm die beiden Taschen ins Zimmer.
Ich zog meine Schlafsachen aus der Tasche und zog mich um. Bill hatte kein Wort mehr gesagt, ich schwieg auch weiterhin, aber es liefen mir Tränen über die Wangen. Und ich wusste, dass ich nicht die einzige im Raum war, die still weinte. Schliesslich legte ich mich ins Bett und schloss die Augen.

Ich lief mit langsamen Schritten durch den Wald. Der Himmel war wolkenlos, es war Vollmond. Plötzlich berührte mein Fuss etwas nasses, ich sah runter. Vor mir glitzerte ein See, silbern, es war keine Welle zu sehen. Stille Wasser sind tief. Ich ging langsam weiter rein. Als mein Bauch bis zur hälfte unter Wasser war, verfärbte sich das Wasser um mich rum rot. Panisch sah ich an mir runter, ich wusste woher das Blut kam. Ich hörte einen Schrei, den Schrei einer neugeborenen Kindes.Ich sah mich um, das Baby hörte nich auf zu schreien. Ich wusste nicht, woher der Schrei kam, bis ich merkte, dass ich das Baby in meinen Händen hielt und unter Wasser drückte. Der See fing an sich zu bewegen, hohe Wellen brachen vor mir. Wie in Trance drückte ich das Kind weiter unter Wasser, die Wellen wurden immer höher, bis das Baby verstumme. Der See war wieder spiegelglatt. Ich drehte mich um, um rauszugehen und erstarrte. Am Ufer stand Bill. "Nur weil du vergessen hast die Pille zu nehmen!"

Ich schlug die Augen auf. Ich lag im Bett. "Nur ein Traum..", murmelte ich leise zu mir. Mein Herz raste und ich schwitzte. Ich drehte meinen Kopf zu Bill, er schlief mittlerweile auch. So leise wie ich konnte stand ich auf und ging aus dem Zimmer. Ich brauchte frische Luft. Langsam schlurfte ich den dunklen Gang entlang, bis ich vor der Treppe war. Ich lief die Treppe runter, stolperte und fiel den Rest der Treppe runter. Unten angekommen musste ich erstmal wieder atmen, mir tat alles weh. Ich spürte etwas warmes auf meinen Oberschenkel. Ich sah an mir herunter und schaute geschockt auf meine Boxershorts. Blut. Sie waren voller Blut.

Fuck yourself [Teil 3]

Es war damals wie ein Schlag ins Gesicht. Schwanger. Ich würde Vater werden, dabei war ich selbst noch ein Kind. Es raubte mir die Luft, die Stimme. Meine Gedanken wirbelten durcheinander, ich schwieg. Wir wechselten wenige Worte. Sie wollte abtreiben. Als sie das sagte wurde ich unglaublich wütend. Sie wollte das Kind umbringen, das Kind für das wir verantwortlich waren. Das Kind das rein gar nichts getan hatte sollte nie das Licht der Welt erblicken, sollte sterben nur weil wir es versaut hatten, weil wir zu dumm gewesen waren. Das ging nicht in meinen Kopf rein. Es schien fast so als würde mein Kopf zerplatzen als sie das sagte. Sie schlief ein, ich nicht. Ich konnte nicht schlafen, am Anfang nicht. Die Gedanken rasten, meine Gedanken. Während ich versuchte irgendwo Ruhe zu finden wurden es immer mehr. Als wären die Punkte das sie schwanger mit 14 und ich Vater mit 16 war nicht schon schlimm genug war ich auch noch Berühmt. Der Sänger von einer der berühmtesten Bands Deutschland. Das alles pulsierte in meinem Kopf. Und irgendwann schlief ich ein, aus Erschöpfung.

Ich schlief nicht gut und nicht fest, deswegen wachte ich auch von dem Schluchzen auf. Sofort richtete ich mich auf. "Birnchen?" Ich sah neben mich, aber sie war weg. Mein Herz begann zu rasen. Sofort sprang ich aus dem Bett und riss die Türe auf, da sah sie, zusammengekauert und weinend. Ihre Hände waren voller Blut und mir war sofort klar was passiert war. Ich bückte mich zu ihr runter und versuchte sie zu beruhigen, ich schrieb David eine SMS das ich Hilfe bräuchte. Er kam auch sofort. Er rief einen Krankenwagen während Birnchen sich ins Bad schleppte um sich die Hände zu waschen, von dem ganzen Blut wurde mir schwindelig. Das war unser Kind gewesen. Wir hatten es verloren, da merkte man schon dass wir unfähig waren ein Kind zu erziehen. Der Krankenwagen kam ziemlich schnell und ich ging. Mein Körper schmerzte, ich lief aus dem Hotel, frische Luft. Ich atmete tief ein. Das Kind würde niemals Atmen. Ich pflückte ein paar Blumen und legte sie auf die Treppen. Es tat so unglaublich weh, so unglaublich weh zu wissen dass es tot war. Ich streichelte über die Stufen, bat um Verzeihung und dann hielt ich es nicht mehr aus. Ich ging die Treppe hoch, fühlte es aber kaum, ich spürte meinen ganzen Körper nicht und doch war ich bleiern schwer. Die Ärzte hatten Birnchen auf eine Trage gehievt, ich eilte zu ihr, Sorge machte sich in mir breit, verdrängte kurz die Leere. "Was machen sie mit ihr?" Ein Arzt sah mich an. "Wir bringen sie ins Krankenhaus, wir wollen doch nicht dass das Baby stirbt?" Ich sah ihn an, mein Herz begann schneller zu schlagen, pumpte Hoffnung in meine Blutwege. "Es lebt?" Der Arzt nickte. "Ja. Und wenn wir uns beeilen wird es sogar ein gesundes Kind." Sie hievten sie in den Krankenwagen. Und ich durfte mit. Im Wagen war sie einmal kurz wach. "Ich will das Kind behalten." Komischerweise machte mich das unglaublich Glücklich. Wir fuhren schnell, alles ging schnell. Sie wurde in einen Raum gebracht und ich blieb draußen, ein Arzt erkannte mich und bat mich um ein Autogramm und dann kam auch noch Tom. Ich glaube ich war noch nie so wütend auf ihn wie damals. Er kam angerannt. "Scheiße Mann, Alter! Vater?" Ich sah ihn aus matten Augen an. Musste das nun sein? "Hi Tom." Ich versuchte das Vater zu ignorieren, sah ihn traurig an. Ja, scheiße Mann, Vater! Er war ziemlich außer Atem, aber das hinderte ihn nicht, noch weiter drauf rum zu hacken. "Schon Mal was von Verhütung gehört? Hä? Das gummige Ding das du dir über den Schwanz rollst!" Er war sauer, sauer weil ich so unverantwortlich war und das wusste ich. Ich sah ihn an, in meinem Kopf explodierte alles. "Schnauze Tom, verdammt ich weiß was ein Kondom ist. Außerdem…" Ich schluckte. "Vielleicht ist sie ja auch von dir schwanger!" Es tat unglaublich weh das zu sagen, es zeriss alles in mir. Von ihm. Tom erstarrte, kurz schwieg er. "Scheiße, von mir? Aber… wir haben doch gar nicht richtig zusammen gefickt. Weißt du, dein Bunny is’ abgehauen und ich bin noch gar nicht gekommen, die hat gemerkt das sie nicht mit dir fickt. Das Kind ist nicht von mir, glaube ich… hoffe ich!" Ich sah ihn kalt an, wurde immer wütender, mit jedem Wort, es kroch langsam meinen Hals hinauf. Ich zog ihn aus dem Raum raus weil ich Birnchen nicht wecken wollte. "Vielleicht ist dein Sperma doch irgendwie in sie reingekommen, du scheiss Wichser!" Tom sah mich an. Dann setzte er noch einen drauf. Und das brachte das Fass zum überlaufen. "Gott sei Dank kann man heutzutage abtreiben." Warum? Warum wollten sie es alle töten. Ich atmete schneller, versuchte mich zu beruhigen aber es ging nicht. "Warum wollt ihr das alle?" Ich schrie, schrie richtig laut weil ich so wütend war. Tom sah mich verständnislos an. "Sie ist 14 Alter. Ey denk doch mal an sie, die versaut sich die ganze Jugend. Überleg mal. 9 Monate keine Drogen kein Alk und…" Er sah sich kurz um. "Und ficken kannst du sie dann bestimmt auch nicht. Und…" Das reichte nun, das war eindeutig Schluss. Tom war zu weit gegangen. Ich ballte meine Hände zu Fäusten. "Was und?" Ich versuchte mich nun nicht mehr im Zaum zu halten, verdammtes Arschloch. "Du kannst mich mal!" Meine Stimme überschlug sich, ich holte aus und schlug ihm mit aller Kraft eine runter. Meine Lippen zitterten, ich glaube ich habe Tom noch nie mit so viel Wut in meinem Bauch geschlagen. "Fuck yourself!" Ich drehte mich um und rannte davon. Weg von allem. Weg vor der Angst und der Zukunft und vor Tom.


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Mörderin [Teil 4]

Ich wurde vom rumgebrülle aufgeweckt. Nur langsam nahm ich meine Umgebung war, ich war noch völlig schlaftrunken. Tom schlurte in mein Zimmer. "Was ist mit deiner Nase passiert? Und wo ist Bill?", fragte ich leicht erschrocken. Tom erwiederte murrig; "Die kleine Diva hat mir fast die Nase gebrochen, nur weil ich gesagt habe, du sollst abtreiben. Jez is er weg gerannt!" Beim Wort Abtreibung zuckte ich zusammen. Doch ich sagte nichts. Tom tastete mit schmerzverzerrtem Gesicht an seiner Nase rum. Natürlich übertrieb er schamlos, das sah sogar ein blindes Huhn. "Ich glaub, der hat mir die Nase gebrochen!" Ich sah abwesend an Tom vorbei. "Ja.. geh doch kurz zum arzt oder so.." Verstohlen wischte ich mir eine Träne weg. Tom ging tatsächlich aus dem Zimmer, mit den Worten, er komme gleich wieder.
Als er wieder kam, fluchte er leise vor sich hin, bis ich aufschluchzte. Ohne es wirklich gemerkt zu haben, habe ich angefangen zu weinen. "Oh nein, Süsse, was ist denn los?" "Bill möchte das Kind.. aber ich weiss nicht, ob ich das will.." Ein unterdrücktes Schluchzen meinerseits war zu hören. "Hast du ihm das gesagt?" Ich schüttelte den Kopf. "Weisst du, ich hab echt angst, dass Bill und ich an dem scheitern..", während ich das sagte, riss ich mich so gut es ging zusammen, doch meine Stimme zitterte trotzdem.

"Das solltest du ihm aber schon sagen.." Jah, Tom, super, dass du auf diesen Gedanken kommst, auf die Idee wäre ich nie gekommen, dachte ich sarkastisch. Laut sagte ich: "Ich weiss das doch!" Ich blieb kurz still. "Tust du mir einen Gefallen?"
Er sah mich unsicher an. "Was soll ich machen?" "Hohlst du bitte Bill her?" Tom sah mich an. "Denkst du echt, ich gehe jetzt zu dem Arsch, nachdem er mir eine reingehauen hat? Der soll selber herkommen und sich bei mir entschuldigen! Und dann kann.." Tom redete nicht weiter, als er meinen entäuschten Blick sah.

Ein paar Minuten später kamm Bill ins Zimmer. "Hallo!" Ich starrte auf die Bettdecke. "Hi.." Hätte ich aufgeschaut, hätte ich seinen lieben Blick gesehen, doch ich hielt meine Augen starr auf den kleinen grauen Punkt auf der Bettdecke gerichtet. "Was ist?" Seine Stimme war so sanft, so vorsichtig. Doch ich hasste es, diesen Satz, diesen Ton. Ich probierte es zu verhindern, aber nach ein paar Sekunden lief mir eine Träne übers Gesicht. Ich hörte wie Bill sich einen Stuhl nahm und sich neben mein Bett setzte. "Hey, was is denn?"

"Ich will das Kind nicht!" Jetzt war es draussen. Ich haftete meinen Blick weiter auf den Punkt. Bill sprang total geschockt auf. Der kleine Punkt erzitterte, weil Bill dabei mit seinen Händen meine Bettdecke streifte. "WAS? DU willst es umbringen!" Es war kurz still, dann sagte er mit ziemlich normaler Stimme: "Mach doch was du willst, das Kind is eh von Tom!" Ich hörte noch, wie er die Türe zuschlug. Peng. Was für ein schreckliches Geräusch.
Vielleicht, das letzte, welches ich hörte, das von Bill erzeugt wurde. Der Gedanke zwang mich, aus dem Bett zu steigen und Bill nach zu laufen. Ich hatte ihn ziemlich schnell eingeholt, allzu schnell war er eh nicht. Ich packte ihn am Arm. "Hör mir doch zu!" Sofort riss er sich los, er schaute mich mit tränigen Augen an. "Ich muss dir nicht zuhören.. Du hast alles gesagt!" Seine Stimme zitterte leicht, er schaute mich noch kurz an, dann drehte er sich um und rannte weg.
"Weisst du, wenn du abhaust hab ich die Scheisse am Hals, nicht du! Ich bin schwanger, nicht du! Ich muss dann entscheiden, ob ich abtreiben soll oder nicht, nicht du! Du könntest doch probieren, mich ein bisschen zu verstehen!" Mein Herz schlug total schnell, es pumpte das Blut so schnell durch meine Adern, dass ich spürte, wie meine Hände leicht unter dem Herzschlag erzitterten. Bill hielt an und machte einen Schritt auf mich zu. "DU hast doch schon gesagt, dass DU abtreiben willst, also hast du keine Entscheidung!" Ein weiterer Schritt. "Und DU hast recht, DU hast das Kind, doch ICH hätte es lieber, denn ich würde es nicht töten und mit Sicherheit besser drauf auspassen." Ich schaute auf seine Hände, er hatte sie zu Fäusten geballt. "Ich versuche es, aber ich kann es nicht, es ist Wahnsinn!"
Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz gleich explodieren würde. Mein Atem raste, ich kam mir vor wie nach einem 100 Meter Lauf. Bill schüttelte den Kopf. "Vergiss es.. treib ab.. is egal, mach einfach!" Er drehte sich um und ging langsam weg. "JA genau! Lauf weg! Das tust du doch immer, und hoffst dann, dass wenn du zurück kommst alle Probleme weg sind!" Er lief weiter, rief aber noch zurück: "Wieso bist du denn mit mir zusammen, wenn ich so scheisse bin?" Mir wurde bewusst, was er da gesagt hat. Schnell lief ich ihm hinterher. Als ich wieder in seiner Nähe war, schaute er mich böse an. "Kannst du dich nicht einfach verpissen?", zischte er mich an. Ich zuckte zusammen, meine Augen füllten sich wieder mit Tränen. "K.. können wir bitte normal miteinander reden?" Meine Stimme war total klein und leise. "Nein, können wir nicht!", erwiederte er mit kalter Stimme. "Verdammt, Bill, ich will dich doch nicht verlieren!" Er schaute mich eiskalt an. "Du hast mich schon verloren. Ich hab keinen Bock mehr!" Päng Ich stolperte einen Schritt zurück. Ich hörte das Blut in meinen Ohren rauschen, ein unglaublich schmerzendes Gefühl ging durch meinen ganzen Körper. "Willst du noch was sagen?" Ich blieb still, der Schock war mir ins Gesicht geschrieben. Bill warf nochmal einen Blick über die Schulter zu mir. "Mörderin", wispherte er.

Sport ist Mord [Teil 5]


Ich lief langsam aus dem Krankenhaus, meine Augen brannten alles aus was sie nicht sehen wollten. Es war fast so, als wäre ich tot. Ich spürte nichts mehr, spürte nicht wie sich die Paparazzis um mich drängten, mir Fragen zu riefen die in meinem Kopf zu einem riesigen Klumpen anschwollen und langsam verhallten. Es war schrecklich, als würde man mich von innen aufschlitzen. Der Schmerz war aber zu groß um ertragen zu werden und deswegen war ich einfach nur betäubt. Ich lief starr durch die Menge, versuchte von ihnen loszukommen. Plötzlich bekam ich eine Kamera ins Gesicht gehauen, ich drehte mich monoton um. "Was soll die Scheiße?" Meine Stimme war laut, doch es schien mir so als wäre sie eine unter den anderen. Sie verhallte in meinem Kopf, ich registrierte im ersten Moment gar nicht das ich schrie. Plötzlich hörte ich Toms Stimme, nur langsam drehte ich mich um. Die Wut war völlig verschwunden, oder betäubt, wie der Rest. Er rief mir irgendwas zu, aber ich verstand ihn nicht. Wieder schlug etwas gegen meinen Kopf, diesmal war es ein Mikrofon. Ich drehte mich ärgerlich um, da packte mich Tom am Arm und zog mich raus. Wir rannten, weg von den Leuten, wie ich schon so oft, weg. Ich kapierte erst was los war als wir schon in einem Kaffee standen. Ich sah Tom perplex an, immer noch wurden meine Gefühle langsam alle betäubt so dass ich einfach nur da stand, ihn ansah und dabei nichts, aber auch gar nichts empfand. Keine Trauer, keine Wut, keine Erleichterung, keine Freude. Ich sah ihn einfach nur an. Wie man eine Person auf der Straße anschaut die man nicht kennt, die man gar nicht weiter wahr nimmt. Er stand da eben, aber er war mir seltsam fremd, nein, ich war mir fremd. "Du sollst Birnchen in neun Monaten besuchen kommen!", meinte er schnaufend. Immer noch regte sich nichts in mir, es tat nicht mal weh, vielleicht doch, aber ich ignorierte es. "Damit ich weiß das mein Kind vor neun Monaten getötet worden ist. Schlampe!", ich sah abwesend in die Ferne. Mein Kind. Das hörte sich so falsch an und doch so Richtig. Doch auch daran dachte ich bald nicht mehr, auch diese Gedanken wurden abgetötet. Tom schüttelte den Kopf. "Nein, sie meinte du sollst kommen um dein Kind zu sehen." Irgendwas schien mir kurz die Luft abzuschnüren. "Was? Was mach ich jetzt?" Tom stieß mich leicht an, ich zuckte zusammen. "Beweg deinen Arsch, sie wollte weg." Ich sah ihn verzweifelt an. "Wohin?" Er zuckte mit den Schultern, dann meinte er hektisch: "Du hast ein Handy und jetzt… renn!" Ich schnappte mein Handy aus der Tasche und lief im nächsten Moment los. Ich rannte einen Paparazzi über den Haufen, aber es störte mich nicht. Sie ging an ihr Handy. "Wo bist du?" Ich schrie, rannte weiter, drehte mich einmal im Kreis. "Bill?!" Sie klang schockiert. Ich wusste nicht wohin. "Wo bist du?!!" Es war stille, ich hörte wie ein Zug anrollte. Sie stockte. "Bill ich geh jetzt." Ich wurde wütend, drehte mich noch mal im Kreis, weil ich nicht wusste wohin sonst. "Leg jetzt ja nicht auf!" Kurz war stille, dann meinte sie wütend: "Bill du hast vorhin mit mir Schluss gemacht." Ich hörte eine Lautsprecher durchsage. Und in dem Moment wusste ich wo sie war. Am Bahnhof, der Zug. Ich rannte sofort los. Ich glaube, ich bin noch nie so schnell gerannt, nein, ich weiß es. Ich hasse Sport. Ein bitterer Geschmack legte sich in meinen Mund, doch mein Körper war noch immer wie betäubt. Ich dankte dem lieben Gott im Himmel als ich den Bahnhof sah, aber ich hörte nicht auf zu rennen. Durch die Unterführung durch, rannte dabei fast ein kleines Kind über den Haufen, ich kam nicht mal dazu mich zu entschuldigen. Das Seitenstechen setzte ein. Ich keuchte. Und dann sah ich sie. "Hey! Warte, Birnchen!" Ich hustete, mir fehlte die Luft. Sie sah mich an. "Was machst du da?" Sie lächelte. Ich schnaufte, keuchte, versuchte meinen Atem zu kontrollieren. Das war eindeutig zu viel und zu schnell gewesen. "Dir hinter her rennen." Ich stellte mich etwas gebückt hin und verschränkte die Arme vor der Brust. "Warum rennst du mir hinter her, hä?! Ich dachte du willst mich nie mehr sehen?!" Sie drehte sich wieder um, ich sah auf, packte sie an der Hand und zog sie zurück. "Hey, es… Es tut mir Leid." Sie lächelte, ein ganz kleines bisschen. "Das will ich doch hoffen!" Sie wehrte sich nicht dagegen das ich sie näher zu mir zog. "Ich bin ein Idiot." Ich zog sie weiter näher zu mir, ganz sanft. Mein Bauch berührte sie schon. "Ja das bist du. Bill. Kommst du nur weil ich das Baby behalte?!" Ich schüttelte den Kopf. "Nein, mir ist nur was klar geworden." Ich rückte mit meinem Gesicht näher an das ihre, war ihr ganz nah. "Was denn?", fragte sie leise. Ich lächelte, es waren nur noch ein paar Zentimeter zwischen unseren Lippen. "Das ich dich über alles Liebe und das du alles für mich machen würdest…" Ich wagte es nicht zu flüstern. Es war nur ein Hauchen, ganz leise und gebrechlich. Sie legte ihre Lippen auf meine. Es war ein krasses Gefühl. Plötzlich schoss alles Gefühl das ich im Laufe des Tages verloren hatte in meinen Körper zurück. Es war wie wenn deine Hand einschläft und meine wachte gerade auf, nur angenehmer. Es ging wie ein Stromschlag durch mich hindurch. Und dann blitzte es, ich ignorierte es, sollten sie doch. Sollten sie doch so viele Fotos machen wie sie wollten. Sollten sie sie doch in alle Zeitungen stellen. Sollten sie doch. Sie fragten Fragen, doch ich hörte sie nicht. Weil ich es nicht wollte. Sie nahm ihr Gepäck und ich ihre Hand. Sie sah mich an. "Kennst du irgendeinen ruhigen Platz?" Ich überlegte kurz. Und dann hatte ich einen Einfall. Ich nickte. "Ja, komm!" Sie sah mich neugierig an. "Wo ist der?" Ich grinste amüsiert. "Sag ich dir nicht." Sie setzte ihren Hundeblick auf. "Sag es miir!" Ich schüttelte den Kopf. "Nahaaain.", trällerte ich. Sie sah mich kurz prüfend an, legte ihre Lippen schnell auf meine, was mich für einen Moment aus der Bahn warf, ich fasste mich aber schnell wieder. "Und jetzt?", fragte sie. Ich schüttelte den Kopf. Ich sah sie schon, hinter ein paar unscheinbaren Häusern versteckt. Auf einem kleinen Fleck Wiese. Das Fabrikgebäude. Es ist seid Jahren geschlossen, aber abreißen tut es keiner, gott sei dank. Ich liebe diese Fabrik. Sie sah alles andere als begeistert aus. "Da rein? Fällt das nicht gleich auseinander?" Ich lächelte, zog die Tür auf. Die Lagerhalle überwältigte mich mal wieder. "Nein." Sie sah mich lächelnd an, doch ich merkte es im ersten Moment gar nicht. Ich weiß nicht warum ich diese Halle so liebte. Wahrscheinlich weil sie so ruhig ist. Weil sie zeitlos ist. Sie steht hier und lässt sich von nichts beeinflussen. Wie Bäume. Ich weiß immer noch nicht was ich so an ihr Liebe. "Bist du si…?" Ich sah sie überrascht an. "Alles okay?!" Sie lächelte. "Mir fällt nur gerade auf, wie schön du bist!"



Spinnst du? [Teil 6]

Er zog mich zu sich und legte seine Lippen auf meine. Sofort kribbelte es überall. Ich weiss nicht mehr, wie lange wir uns küssten. Es muss lange gewesen sein, denn als wir uns lösten und ich nach draussen schaute, regnete es. Begeistert zog ich ihn nach draussen, augenblicklich waren wir beide nass. "Ich liebe regen!", quietschte ich begeistert und zog ihn an der Hand wieder zu mir. Seine Haare waren nass und klebten ihm am Gesicht, seine Schminke lief in Streifen über seine Wangen. Doch er blieb wunderschön. Ich strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht. "Habe ich dir schonmal gesagt, dass ich schon immer unbedingt einen Kuss im Regen wollte?" Bill zog mich noch näher, ich reckte mich ein bisschen und er bückte sich zu mir runter, bis sich unsere Lippen fast berührten. "Nein, ich glaube, das hast du vergessen!" Langsam berührten sich unsere Lippen, meine Zunge streifte sein Piercing. Bill schob mich nach einer Weile, immernoch küssend, zurück in die Halle.
Er küsste mich weiter, auch als wir uns auszogen.
Und er küsste mich wieder, als wir uns wieder anzogen.

Wir sassen eine Weile einfach auf dem Boden und schauten uns an. "Huschelchen!" Bill sah mich verwirrt an. "Huschelchen? Was das denn?" Ich lächelte leicht. "Du bist jetzt mein Huschelchen!" Wir sassen wieder nur schweigend da, bis er plötzlich grinste. "Dann bist du mein Krümel! Und weisst du wieso?" Ich schaute ihn grimmig an. "Weil ich so klein neben dir bin!" Er schüttelte lächelnd den Kopf. "Nein!" Er zog mich ein bisschen näher und strich mir die Haare aus dem Gesicht. "Weil ich die Kuchenkrümel immer so gerne mag!"

Ich musste lachen. "Schön zu wissen, dass du mich mit einem Kuchenkrümel vergleichs!" Er schaute mir in die Augen und nahm mein Gesicht in seine Hände. "Sei froh! Ich liebe Kuchenkrümel über alles!" Er streifte zögernd meine Lippen, schnell probierte ich, ihnen hinterher zu gehen. Ganz automatisch legte ich meine Arme um seinen Hals. Er biss mir sanft in die Lippe und lächelte mich an. "Gehen wir?", nuschelte er. Ich nickte.
Bill löste sich von mir und rief David an. Ich hörte nicht hin, das mache ich eh nicht gerne. Als er auflegte, sah er traurig aus. "Ist was?", fragte ich vorsichtig. "Nun ja... wir haben gleich in Interview bei der Bravo, und weil es jez Fotos gibt, wollen die auch Fotos von uns machen und ein Interview mit dir.." Er schwieg ein paar Sekunden. "Tut mir leid.." Ich lächelte und sah nicht wirklich ein, was daran so schlimm war. "Is doch nich so schlimm..." Er schaute entäuscht, aber eher, als wäre er von sich selber entäuscht als von mir. "Dann kommst du an die Öffentlichkeit, das wollte ich doch nicht..." "Wir können ja auch nein sagen, oder?" Bill schüttelte wieder den Kopf, ich konnte es nicht sehen, wenn er so entäuscht schaute. "Wir haben ja einen Vertrag und heute einen Termin." Ich schwieg eine Weile, er auch. "Wann kommt David?" Bill zuckte mit den Schultern. "Wann hast du die nächsten Tage frei?" Bill zuckte wieder mit den Schultern. "Wieso fragst du?" Ich wich seinem Blick aus. "och.. ich dachte.. man könnte ja irgendwo hinfliegen.. für ein paar Tage", nuschelte ich. "Das klingt schön!" Bill schloss die Augen. "Sehr schön.." Ich schaute ihn erwartungsvoll an. "Heisst das ja?" Bill nickte. "Wenn ich frei habe, auf jeden Fall! Wo möchtest du denn hin?"
Ich zuckte mit den Schultern. "Weiss nich.. Paris wär doch schön, was meinst du?" Bill strahlte. "Paris, das hört sich cool an. Paris, die Stadt der Liebe.." Ich nickte. "Aber ans Meer wär auch schön.." Bill grinste. "Stimmt, in die Karibik oder so!" Gerade, als wir so richtig ins Träumen kamen, hupte ein Auto vor der Halle. Mit den Worten; "Da reden wir nochmal drüber!", stieg Bill ein und ich hinterher.

Als wir vor dem Bravo Geäude hielten, stieg ich mit zitternden Beinen aus. Ich musste zugeben, ich hatte angst.

Drinnen ging alles sehr schnell, wir wurden in einen weissen Raum geführt, wo es 5 schwarze Sessel hatte. Auf einem Stuhl gegenüber dieser Sessel sass eine Frau, die mir nicht gerade sympathisch rüberkam. Als wir uns setzten, schaute sie mich von oben bis unten an. Bill sagte irgendetwas, doch ich hörte nicht richtig hin.

"Das ist also deine neue Freundin, Bill.. Wie heisst die denn?", fragte sie mit skeptischem Unterton. Als ob sie mich nicht selber fragen könnte, wie ich heisse. Bill richtete sich stolz auf. "Ja, das ist meine Freundin!" Er legte schützend den Arm um meine Schulter. "Ähm.. Bi.. Maura!" Wir mussten beide grinsen.
Die Frau nickte leicht. "Ah ja.. interessant.. und wie alt ist.." Sie zeigte mit dem Stift auf mich. "..Laura?!"
Ich wurde langsam aber sicher wütend, ich kann es nicht ab, wenn man mich Laura nennt. "Maura! Ich bin 14.", sagte ich schliesslich selber. Bill schaute die Reporterin scharf an. "Ey, wenn sie ein Problem mit meiner Freundin haben, dann sagen sie’s!" Das war mal wieder die kleine Zicke in Bill. Die Reporterin zuckte zusammen. "Nein natürlich nicht!" Sie brauchte ein paar Sekunden, um sich wieder zu fassen. "Hat eure Beziehung irgendeine Auswirkung auf die Band?" Bill schaute zu mir, dann zur Reporterin. "Nein, überhaupt nicht. Ich nehm mir immer noch gleich viel Zeit, geh auf alle Pressetermine und Konzerte!"
Die Reporterin lachte kurz auf. "Wäre ja auch komisch, ein Konzert ohne Sänger!" Sie machte eine kurze Pause und trank einen Schluck Wasser aus dem Glas, das auf dem Tischchen links von ihr stand. "Aber ich meinte eigentlich so auf die Band selber." Bill schaute kaum merkbar zu Tom. "Äh.. nein.. Nein." Ich biss mir kurz auf die Lippe und schüttelte den Kopf. "Nee, ich glaub auch nicht", nuschelte ich dann und legte unauffällig meine Hände auf meinen Bauch.
Die Frau lächelte. Bill trank einen Schluck Wasser. "Und ihr zwei, habt ihr schon Sex?" Kaum hatte sie das ausgesprochen hörte ich ein glucksendes Geräusch von Georgs Seite und ein Husten von Bills. "Was?", fragte Bill, immernoch hustend. Ich sah die Reporterin erstmal böse an, dann klopfte ich Bill auf den Rücken. "Ich würd sagen, das geht niemanden was an, ausser Bill und mich!" Die Reporterin machte gerade den Mund auf, um etwas zu sagen, da hatte sich Bill gerade von seinem Hustanfall erholt. Leider. "Ja.. wir haben Sex.. Was dagegen?" Er zog mich zu sich, ich schob ihn von mir und schaute ihn nur böse an.
Die Reporterin kritzelte etwas auf ihren Block. "Und, was denkt ihr, wie werden die Fans reagieren?"

"Naja, weiss nicht. Ich hoffe, sie werden es gelassen nehmen. Ich kann ja auch nicht immer solo blieben!"

Sie notierte sich noch einmal etwas, dann klappte sie ihren Block zusammen. "Das wars dann auch schon, nun noch die Fotos, und dann seid ihr entlassen!" Ich stand sofort auf und ging sauer aus dem Raum. Bill rannte mir hinterher. "Hey, was ist denn los?" Ich drehte mich um. "Ich will vielleicht nicht, dass ganz Deutschland weiss, dass wir ficken!" Ich drehte mich wieder um und stampfte zu Tom. "Hei!"
Dieser wirkte etwas traurig und erwiederte ein müdes Hallo. Ich schaute ihn an. "Wieso denn so traurig?" Ich senkte ein bisschen meine Stimme. "Hast du Zigaretten dabei?" Er seufzte leise und zog eine Schachtel Kippen hervor. Eine gab er mir, dann zog er noch eine für sich selber raus. "Alina redet nicht mehr mit mir.." Ich schaute ihn erstaunt an. "Sie redet nicht mehr mit dir? Soll ich mal mir ihr reden?" Er seufzte nochmal, zündete erst meine Zigarette an, dann seine eigenen und nahm einen tiefen Zug. Langsam blies er mir den Rauch ins Gesicht. "Weisst nicht, ob das ne gute idee ist, ich hab ihr erzählt, dass ich was mit dir hatte.."

Bill schaute zu uns, was ich aber nicht mitbekam, da ich Tom anschaute. Dieser schaute zu Boden. "Sie hat mir eine gescheuert und gemeint, dass sie mich nie wieder sehen will!" Ich wollte gerade etwas darauf erwiedern, da kam Bill, packte mich am Arm und schaute mich scharf an. "Spinnst du?"

Stimmungs.schwankung. [Teil 7]

In mir kochte alles als ich die Zigarette sah. Ich wusste nicht warum sie so was tat, ich wusste es einfach nicht. Ich sah ihren erschrockenen Blick. "Was denn?", fragte sie schockiert. Ich war fassungslos, ich musste mich zusammenreißen um nicht los zu schreien. Ich sprach also leise, damit uns keiner hörte. "Was denn?! Du hast ein Kind in deinem Körper!" Das entsetzten stand ihr sofort in die Augen geschrieben. "Was…? Scheisse… das hab ich jetzt total vergessen… Oh…" Ich wurde böse. Vergessen? Ich wollte etwas sagen, da merkte ich dass sie angefangen hatte zu weinen. Sie drehte sich um und rannte zur Toilette, ich sah verwirrt zu Tom, der das Spektakel mit großen Augen verfolgte, dann folgte ich ihr aufs Klo. Ich klopfte vorsichtig an die Türe. "Hei…?" Die Tür wurde aufgerissen und Birnchen schmiss sich mir um den Hals. "Es tut mir so Leid. Ich kann das nicht. Ich bin zu Jung." Ich schob sie langsam in die Toilette zurück und schloss die Tür. "Ist ja nichts passiert." Ich streichelte ihr beruhigend über den Kopf. "Verlässt du mich wenn ich abtreibe?" Ihre Stimme war ganz leise, kaum mehr ein flüstern. Und gleichzeitig war es so laut. So unglaublich laut. Ich schluckte. "Nein natürlich nicht!" Es machte mich traurig und es tat weh, aber irgendwo… verstand ich es. "Ich will dich nicht verlieren." Sie schluchzte. Ich streichelte ihr weiter sanft über den Kopf. "Ist schon okay… Alles okay." Ich lächelte leicht, sah ihr in die Augen. "Aber hör auf zu weinen, wir müssen noch Fotos machen und du siehst so schön aus wenn du lachst!" Ich wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht, sie schluchzte. "Danke." Sie drehte sich zum Spiegel und zupfte sich die Haare zurück, ich lächelte leicht. "Alles wieder okay?" Ich verstecke die Trauer die in mir loderte geschickt, weil ich wusste das sie nicht anders konnte. Sie lächelte zurück. "Ja." Ich zog einen Kajal aus meiner Tasche und verwuschelte ihr kurz die Haare. Dann ging ich raus und zu Tom. "Hey." Da kam Birnchen schon herausgehuscht und stellte sich zu uns. "Willst du noch was trinken?", fragte ich an sie gewandt, sie nickte. "Ja, ich hol mir noch schnell ein Wasser." Ich drehte mich wieder zu Tom. "Sie will abtreiben." Meine Augen wurden schwer, aber ich riss mich zusammen. "Ja, sorry, aber ich finde das echt vernünftiger!" Ich sah traurig zur Seite. "Hmh… das ist… das… ich weiß nicht, ach egal!" Tom sah mich besorgt an, er versetzte mir einen leichten Stoß gegen die Schulter. "Hey, Brüderchen, was ist denn los?" Ich sah wieder auf. "Ich hätte das Kind gerne gehabt." Er nickte langsam, dann seufzte er tief. "Ich weiß. Sie hat zu mir gesagt sie hätte totale Angst dass ihr an dem scheitert." Ich schluckte die Tränen runter, verdammt, was tat ich hier eigentlich? Es war noch nicht mal am Leben. "Schon okay, ich liebe sie ja auch!", ich lächelte. Doch Tom erwiderte es nicht, er sah traurig in die Ferne, sein Blick wurde kurz glasig, dann meinte er mit trockener Stimme: "Alina spricht nicht mehr mit mir, sie hat mir eine geknallt als ich ihr das mit… du… du weißt schon, gesagt habe…" Ich sah verwundert auf. "Und seid wann stört dich das?" Tom errötete… ihr müsst euch das vorstellen, Tom wurde rot. Er spielte nervös mit seinen Fingern und stammelte irgendwas von wegen: "Och… naja…" Vor sich hin. Gerade wollte ich es aus ihm raus quetschen, da kam Birnchen stolz grinsend zu uns. "Ich habs geschafft!" Ich musste lachen. "Ja super!" Tom winkte kurz. "Ich geh mal zu Georg. Ich drehte mich zu ihm. "He!" Doch er war schon davon gehuscht. Mistkerl! Birnchen meinte dabei beleidigt: "Das ist gar nicht so einfach, probier das mal." Ich wollte etwas antworten, doch da rief einer der Fotografen nach uns. "Ihr seid dran."

"Ihr könnt euch dort hinstellen, macht irgendwas!" Wir stellten uns vor eine Leinwand, Birnchen sah mich aus großen, fragenden Augen an. "Und was machen wir jetzt?", flüsterte sie. Ich lächelte. "Beachte die Kamera einfach nicht. Wir umarmten uns, wir küssten uns. Einmal vergasen wir die Kamera wirklich, wurden dann aber ermahnt. Wir lachten, ich nahm sie auf den Arm, ich kann mich nicht erinnern jemals ein so schönes Fotoshooting gehabt zu haben. Es war ungezwungen, die Berührungen schön, es lag an ihr.

"Danke. Das war’s." So verabschiedete sich der Fotograf, wir liefen aus dem Raum, ich warf Birnchen einen Blick zu, einen klaren Blick, der keine Fragen aufwarf. Sie erwiderte ihn. Und so gingen wir gerade Wegs auf die Toilette zu. Ungefähr eine viertel Stunde später kamen wir wieder raus. Beide mit einem Lächeln auf den Lippen. Dann schrieb sie eine SMS an Alina, Toms Alina. Ich sah ihr über die Schulter. ‚Red doch wieder mit Tom!’, schrieb sie. Ich lachte. "Ich glaube der findet das Praktisch. Sie funkelte mich böse an. Ohoh, eine Stimmungswandlung. "Du kannst doch nicht einfach auf meinen Display schauen!" Dann erblickte sie David, rief laut nach ihm und rauschte davon. Ich schüttelte sachte den Kopf und schlenderte zu Tom. "Tach Brüderchen." Ich lächelte. "Ich frag mich warum sie heute so komisch drauf ist!" Mein Blick wanderte zu David und Birnchen. "Wahrscheinlich alles ein bisschen viel für sie!" Ich nickte. "Ja, wahrscheinlich." Er lächelte. "Vielleicht solltest du sie einfach in Ruhe lassen wenn sie dich anzickt." Ich sah wieder zu Birnchen die im nächsten Moment wütend an mir vorbei rauschte. Schnell lief ich ihr hinterher. "Krümel?" Sie drehte sich genervt um. "Was ist denn?" Ich blieb kurz stehen. "Sorry, ich… ich wollte dich nicht nerven!" Sie drehte sich wieder um und lief davon. Wütend und enttäuscht drehte ich mich um und wartete bis Tom und David kamen. Mit ihnen stieg ich in den Van. "Tut mir Leid Bill.", hörte ich Birnchen murmeln, ich nickte langsam. "Schon okay." Ich drehte mich zu ihr. "Wir dürfen nicht in einem Zimmer schlafen!", meinte sie, ihre Augen schlichen sich wütend zu David. David wirbelte herum. "Einen Ton. Nur EINEN Ton und ich fahr Maura nach Hause. Ich verstummte schockiert. Mein Blick wanderte zu Tom, welcher sich inzwischen mit Birnchen unterhielt. Sie lehnte sich an ihn, die Eifersucht brodelte nur so in mir, Tom lächelte mich an, ich wendete mich schnell ab. "Bill… wollen wir tauschen?"



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